Polteraben von Vanessa und Fabian






Der Polterabend von Vanessa und Fabian,

die zwei sind ein Pärchen das wir in diesem Jahr bei der Hochzeit unterstützen........Es war ne geile Party mit coolen Leuten. Die Hochzeit wird besser!!!

Der historische Ursprung des Polterabends ist nicht geklärt; es gibt für den deutschsprachigen Raum wenig Literatur, besser ist die volkskundliche Forschungslage in Skandinavien. Laut der Volkskundlerin Annette Remberg ist der Brauch seit Anfang des 16. Jahrhunderts bezeugt, jedoch laut dem Historiker Hans Dunker aus dem 16. und 17. Jahrhundert jedenfalls für Schleswig-Holstein „nicht berichtet“, was er angesichts der im Volks-Aberglauben verwurzelten Tradition erwartet hätte. Die ersten Aufzeichnungen derartiger Bräuche finden sich im Spätmittelalter; die Bezeichnung ist Ende des 17. Jahrhunderts erstmals überliefert, als Polternacht („hymenalia“) allerdings schon im Anhalter Trochus (1517). Die Tradition des Polterabends im Zusammenhang mit Polterabend-Scherzen sowie Spielen ist vielfach seit dem 19. Jahrhundert belegt. Grimms Wörterbuch beschreibt den Polterabend im 19. Jahrhundert als den „durch schmaus, tanz und allerlei scherz gefeierte vorab einer hochzeit“.

Dem Brauch des Porzellanzerbrechens liegt vermutlich das volksetymologisch gedeutete Sprichwort: „Scherben bringen Glück“ zugrunde. Der aus dem Töpferhandwerk stammende Begriff „Scherbe“ bezeichnete ursprünglich alle irdenen Gefäße, nicht nur die zersprungenen. „Scherben bringen Glück“ ließe sich daher so deuten, dass viele Gefäße im Sinne gefüllter Vorratsbehälter eine glückliche Fügung für den Besitzer darstellen. In der zur Schau gestellten, rituellen Vernichtung von Eigentum haben die Soziologen Peter von Haselberg und Heinz Abels einen Überrest des als Potlatch bekannten anthropologischen Phänomens der ostentativen Verschwendungskonkurrenz gesehen. Es handelt sich demnach um einen Opfergabe-Ritus. Solche Riten haben im germanischen Brauchtum, wie auch in zahllosen anderen Kulturen, eine tiefe Verwurzelung. Im Zerstören des Alten lässt sich auch ein Übergangsritus aus dem Kreis der Unverheirateten in das Eheleben sehen; Achim von Arnim schrieb zu Beginn des 19. Jahrhunderts in seinem Roman Die Kronenwächter, dass „die alten Töpfe zerschmissen werden, um ein neues Leben anzufangen“. Der Medizinhistoriker Oskar Scheuer hat den Brauch als symbolische Vorwegnahme der Defloration in der Hochzeitsnacht gedeutet und einen Bezug zur volkskulturellen Keuschheitsprobe hergestellt.

Der Lärm sollte nach der verbreitetsten Deutung als Abwehrzauber Geister und Dämonen vom Brautpaar fernhalten, vergleichbar mit dem Feuerwerks-Lärm in der Silvesternacht. Auf diese Deutung bezieht sich etwa Johann Heinrich Voß in seinem Gedicht Luise: Ein ländliches Gedicht in drei Idyllen, in dem der Pfarrer vor der Hochzeit zum Lärmen auffordert: „Alle geklingt mir! / Alle mit lauter Musik! Daß nicht in der bräutlichen Kammer / Hämisch ein Nachtkobold sie beleidige oder Asmodi!“ Der Rechtshistoriker Karl Frölichvermutet zudem eine rechtliche Funktion: Durch den Lärm der allgemeinen Öffentlichkeit die Eheschließung bekannt zu machen.[12] Schwierigkeiten des Polterabends mit der öffentlichen Ordnung sind in der Straßenpolizei-Ordnung für die Residenzstadt Braunschweigdes 19. Jahrhunderts dokumentiert, die in § 112 bestimmte: „das Topfwerfen auf der Straße bei Polterabenden ist verboten.“

Andrea Graf weist darauf hin, dass seit dem Ende der 1980er Jahre die Tradition des Polterabends verändert und zurückgedrängt wird, unter anderem deshalb, weil „Berge von Müll auf dem Hof des Brautpaares abgeladen“ wurden. Die traditionelle Form besteht weiter fort, wird aber zunehmend durch die globalisierte, aus dem angloamerikanischen Kulturraum stammende Form des Junggesellenabschieds ersetzt oder ergänzt, was sie als „postmodernes Übergangsritual“ deutet.Der Volkskundler Gunther Hirschfelder sieht in dem neuen Ritual keinen reinen Kulturimport, da es sich zu vielgestaltig zeige, und erklärt es aus der gesunkenen Einbindung von Menschen in ihre lokale Gemeinschaft, der geringeren Bedeutung der Eheschließung im Lebenslauf und der alltagskulturellen Entwicklung hin zu einer „Eventkultur“.


34 Ansichten
  • Grau Google+ Icon
  • Grey Pinterest Icon
  • Grey Twitter Icon
  • Grey Instagram Icon
  • Grey Facebook Icon

© copyright by alb-event auf Inhalt der Texte

Hochzeitsfotograf Reutlingen / Hochzeitsfotograf Münsingen

Hochzeitsfotograf Tübingen / Hochzeitsfotograf Ulm / Hochzeitsfotograf schwäbische Alb